"Fast niemand erzählt ihre Geschichten"

Prof. Alfred Jacoby, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Offenbach im Interview über Erinnerungen an Offenbachs Juden.

Professor Alfred Jacoby ist seit 1994 Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Offenbach. Er selbst ist 1950 in Offenbach geboren und hat den Krieg nicht erlebt. Im Haus der Stadtgeschichte unterschreibt er den Vertrag für die Dauerleihgabe der historischen Gegenstände aus der ehemaligen Synagoge an das Stadtmuseum.

 

Professor Jacoby, warum gehen die Gegenstände nicht an das jüdische Museum, sondern an das Stadtmuseum?

 

 

Es sind keine jüdischen Kultgegenstände, sondern ganz normale Dinge, die im Alltag gebraucht wurden. An sich haben solche Artefakte keine Bedeutung, doch zusammen mit ihren Geschichten repräsentieren der Tisch, die Schallplatte und das Besteck aus der alten Synagoge etwas Historisches. Sie erzählen aus dem leidvollen Alltag der Juden in Offenbach um 1938 und tragen dabei die Bedeutung des Überlebens. Deshalb sind sie Kulturgut und gehören zur Stadtgeschichte.

Das gesamte Interview mit Prof. Alfred Jacoby finden Sie auf den Seiten der Frankfurter Rundschau.

 

  

(Bildquelle: fr-online.de)

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11. Av 5778 - 23. Juli 2018