Synagoge in Bad Nauheim wird saniert

Ohne den Erhalt des Bauwerks sei ein jüdisches Leben in der Stadt nicht mehr möglich. Zur Unterstützung bei den 400.000 Euro Baukosten konnten zahlreiche Sponsoren gewonnen werden.

 

Manfred de Vries entschuldigt mehrfach den Zustand der Mikwe. „Bleiben wir lieber nicht zu lange. Man weiß ja nicht, was man sich hier noch holt“, sagte er mit Ironie. „Die Mikwe ist eigentlich wichtiger als die Synagoge. Ohne eine Mikwe kann das orthodoxe Judentum nicht praktiziert werden“, erläuterte das Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde. Seit Jahren kann das rituelle Tauchbad nicht mehr genutzt werden. Das soll sich mit der Sanierung des denkmalgeschützten Gotteshauses ändern.

 

 

Altbürgermeister Bernd Rohde managt das Projekt ehrenamtlich. Ohne den Erhalt des Bauwerks ist ein jüdisches Leben und seine Weiterentwicklung nicht möglich, sagte er gestern bei einem Pressetermin. „Bad Nauheim ist die Heimstadt von rund 350 Gemeindemitgliedern aus dem gesamten Wetteraukreis.“ Rohde betonte aber auch die moralische Verpflichtung, die sich aus dem dunkelsten Kapital der deutschen Geschichte ergibt. Es reiche nicht aus, sich an die Gräueltaten der Nazis gegen die Juden an Gedenktagen zu erinnern. „Wir alle hier in Deutschland tragen die Verantwortung dafür, dass jüdisches Leben und seine Weiterentwicklung wieder möglich ist“, so Rohde.

Den ausführlichen Artikel über die Sanierung der Synagoge in Bad Nauheim finden Sie auf den Seiten der Frankfurter Rundschau.

  

(Bildquelle: fr-online.de)

 

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10. Av 5778 - 22. Juli 2018