„Haben Sie Angst in Offenbach?“

Mendel Gurewitz, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde in Offenbach, und Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) sprachen mit Leibnizschülern über Toleranz.

Was würdet Ihr tun, wenn Ihr seht, dass der Rabbiner im KOMM angepöbelt wird?“, fragte gestern Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) Sechstklässler der Leibnizschule. Der Vorfall Anfang Juni im Offenbacher Einkaufszentrum, bei dem der Rabbiner Mendel Gurewitz von Jugendlichen angegriffen und beleidigt wurde, hat viel Aufsehen erregt. Es war der erste Fall von mehreren, nach denen sich Politiker, Bürger und Religionsgemeinschaften fragten, wie gut es wirklich um die Toleranz und das Zusammenleben in Offenbach bestellt sei.

Der Oberbürgermeister war danach mit dem Rabbiner durch die City gegangen, beide hatten gezielt mit muslimischen Jugendlichen über Gemeinsamkeiten in den Religionen gesprochen. Beide hatten auch Schulbesuche vereinbart; jetzt stand im Rahmen der Reihe „OB on Tour“ der erste Termin in der Leibnizschule an.

Ein Politik- und Wirtschafts-Kurs des Jahrgangs 12 und eine 6. Klasse waren nacheinander die Gesprächspartner. Mehr als 50 Prozent der Schüler hat nach Aussage von Schulleiter Christoph Dombrowski Migrationshintergrund. Probleme mit Rassismus gebe es an der Schule keine, beteuerte er. Dennoch solle das Thema Integration künftig verstärkt werden.

Den ausführlichen Artikel über die Gespräche zwischen Rabbiner Gurewitz, Oberbürgermeister Schneider und den Schülern finden Sie auf den Seiten der Frankfurter Rundschau.

Heute ist der

10. Av 5778 - 22. Juli 2018