Einen neuen Platz gefunden: Gedenktafeln wandern von der Schiede in die Jüdische Gemeinde Limburg

Die beiden Tafeln, die auf die ehemalige jüdische Synagoge an der Schiede hingewiesen haben, sind jetzt an einem neuen Platz. In einer kleinen Feier wurden die beiden Tafeln im jüdischen Zentrum enthüllt. Die Freude über dieses Ereignis war der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Limburg, Elena Kopirovskaja, anzusehen.

Unter den Gästen war auch Michael Stanke (CDU), Erster Stadtrat von Limburg, auf dessen Initiative die Tafeln den Weg von der Schiede ins jüdische Gemeindezentrum gefunden hatten.

Stolz zeigte sich aber auch die Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Christa Pullmann, die sich an den Ausgangspunkt der Geschichte erinnerte. "Was passiert mit diesen Tafeln?" Denn die beiden Tafeln sollten einer größeren Stele weichen, die ebenfalls auf die ehemalige Synagoge und die Reichspogromnacht am 9. und 10. November 1938 hinweisen sollte und seit April 2015 dort zu sehen ist.

"Sie sollten nicht auf irgendeinem Bauhof verschwinden", erzählte Christa Pullmann. Sie setzte sich mit der jüdischen Gemeinde in Verbindung, wo die Idee - die beiden Tafeln ins jüdische Gemeindezentrum zu bringen - gerne aufgenommen und in die Tat umgesetzt wurde . Nun hängen die beiden Tafeln inmitten von alten Fotos, die die ehemalige Synagoge in Limburg zeigen. Darunter sogar ein letztes Foto vom Innenraum - wenige Tage vor der Zerstörung aufgenommen.

Den ausführlichen Artikel über das Ereignis in Limburg finden Sie auf den Seiten des Weilburger Tageblatt.

  

(Bildquelle: Mittelhessen.de)

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10. Tevet 5779 - 18. Dezember 2018