Jüdisches Lehrhaus Wiesbaden: Auf den Spuren jüdischen Lebens in der Wiesbadener Innenstadt

Zeitraum 25.08.2019
Veranstaltungsort Kirchgasse / Ecke Friedrichstrasse

Beim Rundgang erfährt man unter anderem etwas über die Eigentümer der Bäckerei Simon in der Mauergasse, und den Apotheker Max Holländer am Schützenhof. Der Altwarenhändler Großhut in der Wagemannstraße war aus Osteuropa zugewandert, ebenso die Familie Sandel. Sie betrieb erfolgreich das Schuhhaus am Mauritiusplatz; fast unverändert steht das Gebäude. Dagegen sind die Kaufhäuser Blumenthal und Bormass gegenüber völlig verschwunden, ihre Eigentümer wurden deportiert und ermordet.

Im heutigen Kurierhaus lebte und praktizierte der Arzt Dr. Laser, bis er ins „Judenhaus“ vertrieben und 1942 deportiert wurde.

Der „Goldarbeiter“ und spätere Hoflieferant Julius Herz aus Schierstein hatte sich 1843 in der Webergasse niedergelassen. Seine Nachfolger gründeten an der „Rue“ das Juweliergeschäft „Netter, Herz & Heimerdinger“- 1938 von Nazis geplündert, dann arisiert. So erging es auch den Brüdern Baum mit ihrem Geschäft für Kindermoden.

 

Treffpunkt: Kirchgasse / Ecke Friedrichstrasse

Referentin: Dorothee Lottmann-Kaeseler, Juristin

Kosten: 5 € | Anmeldung bei der Jüdischen Gemeinde erforderlich

Kostenfrei für Schüler*innen und Studierende

Heute ist der

17. Av 5779 - 18. August 2019