11. Internationale „Marsch des Lebens“ Konferenz in Tübingen
Mit diesen klaren Worten unterstrich der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen mit Nachdruck, welche Haltung es brauche, um jüdisches Leben entschlossen zu stärken und Antisemitismus konsequent entgegenzutreten. Neumann formulierte seinen Appell im Rahmen einer Podiumsdiskussion der 11. Internationalen „Marsch des Lebens“ Konferenz in Tübingen. Der Abend stand unter dem Motto "Abend zu Ehren Israels - Um Zions Willen dürfen wir nicht schweigen!".
Der bewegende Abend war geprägt von persönlichen Zeugnissen und politischer Verantwortung nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen von Louis Har, der 129 Tage in der Gewalt der Hamas überlebte und erst durch eine israelische Spezialoperation befreit wurde. Der aus Argentinien stammende Buchhalter, Schauspieler und Tänzer überlebte die Gefangenschaft, indem er seinen Mitgeiseln jeden Abend Geschichten erzählte. Heute tanzt der 72jährige wieder!
Ebenso prägte die Perspektive von Ilan Gilboa-Dalal den Abend, der von der 737 Tage währenden Gefangenschaft seines Sohnes Guy berichtete, der mit 39 weiteren Israelis vom Nova-Festival entführt und nach Gaza verschleppt wurde. Nach einer endlos scheinenden Zeit des Bangens, Hoffens und Betens kam Guy nach 737 Tagen in der Gewalt der Hamas schließlich im Oktober 2025 im Rahmen eines Geiseldeals frei.
Mit der Knesset Abgeordneten und Aktivisten Shelly Tal Meron erhielt die Veranstaltung zudem eine klare politische Stimme: Sie setzte sich weltweit für die Freilassung aller von der Hamas verschleppten Geiseln ein. Dieses Engagement verbindet sie auch weiterhin mit einem klaren Einsatz für Frauenrechte und prangert sexualisierte Gewalt gegen israelische Frauen sowie das Schweigen internationaler Organisationen dazu an.